So verwendest du Fotopresets für natürliche Pferde-, Tier- und Outdoorfotos

How to Use Lightroom Presets for Natural Horse, Pet and Outdoor Photography

Mit Presets bringst du schnell einen einheitlichen Look in eine ganze Bildserie. Ganz ohne Nacharbeit geht es trotzdem selten: Licht, Kamera und Motiv sind bei jedem Foto anders. Am besten wählst du zuerst einen passenden Look und stellst danach vor allem Belichtung und Weißabgleich kurz nach.

In dieser Anleitung erfährst du, wie du Fotopresets für Pferde-, Tier-, Wildtier-, Natur-, Outdoor- und rustikale Hochzeitsfotos verwendest. Je nach Dateiformat funktionieren sie in der kostenlosen Lightroom-App, in Lightroom Desktop und Classic sowie in Photoshop über Adobe Camera Raw.

Gut zu wissen: Ein Preset liefert dir eine solide Grundlage. Die letzten kleinen Anpassungen machst du passend zu deinem eigenen Foto.

Alle Vorschaubilder und Anleitungen von CanterCanvas basieren auf echten Fotos. Wir verwenden keine KI-generierten Vorher-Nachher-Bilder. So siehst du, wie unsere Presets tatsächlich mit Fell, Hauttönen, Pflanzen, Himmel und wechselndem Licht umgehen.

Was verändert ein Preset?

Ein Preset speichert verschiedene Bearbeitungseinstellungen. Beim Anwenden übernimmt Lightroom oder Camera Raw zum Beispiel Kontrast, Lichter, Tiefen und die Farbbearbeitung. Je nach Preset können auch weitere Einstellungen enthalten sein.

Das Ausgangsbild bleibt dabei entscheidend. Tageszeit, Wetter, Hintergrund, Kamera, Objektiv und Belichtung beeinflussen das Ergebnis. Wenn du nach dem Anwenden noch zwei oder drei Regler anpasst, ist das also völlig normal.

So wendest du ein Preset an

In der kostenlosen Lightroom-App

  1. Importiere ein Foto oder öffne ein Bild aus deiner Mediathek.
  2. Tippe auf Bearbeiten und öffne den Bereich Presets.
  3. Wähle ein Preset aus, um die Vorschau zu sehen.
  4. Wende den Look an und passe anschließend Belichtung und Weißabgleich an dein Foto an.

In Lightroom Classic

  1. Importiere dein Foto und öffne es im Modul Entwickeln.
  2. Öffne links den Bereich Vorgaben.
  3. Fahre mit der Maus über ein Preset, um eine Vorschau zu sehen.
  4. Klicke auf den gewünschten Look und nimm die Feinabstimmung im Bereich Grundeinstellungen vor.

In Photoshop mit Adobe Camera Raw

  1. Öffne dein Foto in Photoshop und rufe den Camera-Raw-Filter auf.
  2. Wechsle zum Bereich Vorgaben.
  3. Wähle dein Preset aus und passe die wichtigsten Einstellungen an das Bild an.

Zeitspar-Tipp: Bei einer kompletten Outdoor-Session oder Hochzeitsreportage kannst du einen Grundlook auf mehrere Bilder übertragen. Prüfe danach einzelne Aufnahmen, denn das Licht kann sich innerhalb einer Serie deutlich verändern.

Diese fünf Regler reichen meistens schon

1. Belichtung

Mit der Belichtung machst du das gesamte Bild heller oder dunkler. Beginne hier, wenn dein Motiv insgesamt zu dunkel oder zu hell wirkt.

2. Weißabgleich

Mit dem Weißabgleich steuerst du, ob ein Foto wärmer oder kühler wirkt. Passe die Temperatur an, wenn Fell, Hauttöne oder ein weißes Kleid zu blau, grau oder orange erscheinen. Gerade bei Sonne, offenem Schatten, Wald und bewölktem Himmel lohnt sich ein kurzer Blick auf diesen Regler.

3. Kontrast

Etwas mehr Kontrast gibt einem flachen Bild mehr Tiefe. Wirkt das Ergebnis zu hart, nimm ihn leicht zurück. Fell, Federn, Stoffe und Pflanzen sollten ihre natürliche Struktur behalten.

4. Lichter und Tiefen

Senke die Lichter, wenn ein heller Himmel oder weißer Stoff kaum noch Zeichnung zeigt. Hebe die Tiefen vorsichtig an, wenn dunkles Fell, ein Waldhintergrund oder ein Motiv im Gegenlicht zu schwer wirkt.

5. Dynamik und Sättigung

Dynamik verstärkt zurückhaltende Farben meist etwas behutsamer als Sättigung. Wenn Pflanzen oder Abendlicht mehr Leuchtkraft brauchen, beginne deshalb mit der Dynamik. Zu viel Sättigung lässt Fell, Haut und Grüntöne schnell unnatürlich wirken.

Worauf du bei unterschiedlichen Motiven achten solltest

  • Pferde- und Tierfotografie: Beurteile zuerst Fell und Hauttöne. Ein schöner Hintergrund bringt nichts, wenn dein Motiv unnatürlich aussieht.
  • Wildtier- und Waldfotos: Bewahre Details in hellen Bereichen und hebe tiefe Schatten nur vorsichtig an.
  • Outdoorporträts: Prüfe Gesichter und Hauttöne besonders im Schatten. Häufig hilft ein angepasster Weißabgleich mehr als zusätzliche Sättigung.
  • Rustikale Hochzeiten: Achte auf natürliche Hauttöne sowie neutrale weiße Kleider und Blumen. Übertrage zunächst einen Grundlook und passe die Belichtung anschließend an die jeweilige Lichtsituation an.
  • Goldene Stunde: Bewahre die warme Stimmung. Wird das Foto zu orange, kühle den Weißabgleich leicht ab, statt die Wärme vollständig zu entfernen.

Häufige Probleme und schnelle Lösungen

  • Das ganze Bild ist zu dunkel oder zu hell: Passe die Belichtung an.
  • Fell oder Haut wirken zu blau oder orange: Korrigiere Weißabgleich und Temperatur.
  • Der Himmel ist zu hell und verliert Details: Senke die Lichter.
  • Dunkle Bereiche wirken zu schwer: Hebe die Tiefen vorsichtig an.
  • Das Foto wirkt flach: Ergänze etwas Kontrast und Dynamik.
  • Die Farben sind zu grell: Reduziere die Sättigung.
  • Das Bild wirkt weich: Schärfe im Detail-Bereich leicht nach und prüfe den Fokus bei 100 %.

Speichere deine eigene Variante

Wenn du ein Preset an deine Kamera, deinen Aufnahmeort oder deinen Stil angepasst hast, kannst du das Ergebnis in Lightroom Classic als eigene Vorgabe speichern:

  1. Schließe die Bearbeitung ab.
  2. Klicke im Vorgaben-Bereich auf das Pluszeichen.
  3. Wähle Vorgabe erstellen.
  4. Gib deiner Variante einen eindeutigen Namen, zum Beispiel „Woodland – kühler Schatten“.
  5. Speichere sie für zukünftige Shootings.

Das ist besonders praktisch, wenn du regelmäßig an denselben Orten oder unter ähnlichen Lichtbedingungen fotografierst.

Kurzer Check vor dem Export

  • Ist dein Motiv richtig belichtet?
  • Wirken Fell, Federn und Hauttöne natürlich?
  • Sind in den hellsten und dunkelsten Bereichen noch Details sichtbar?
  • Unterstützen die Farben die Stimmung des Fotos?
  • Wirkt die gesamte Serie stimmig?

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